was successfully added to your cart.

Oft stellt sich den Verantwortlichen in Unternehmen, die international tätig sind, die Frage: Sollen sie ihre Mitarbeiter in international gemischten Gruppen trainieren – oder getrennt in der jeweiligen Landessprache? Dabei zeigt die Erfahrung, dass die Trainings international gemischter Gruppen zahlreiche Vorteile haben:

  • Sie fördern eine stärkere Bindung an das übergeordnete Team, etwa an das Unternehmen.
  • Unternehmenskultur und -philosophie können neben sachlichen Themen vermittelt und unterstützt werden.
  • Sie gewährleisten einen konsequenten Qualitätsstandard während der Trainings und der darauf folgenden Umsetzungsaktivitäten. Alle Mitarbeiter nutzen dieselbe „Unternehmens-Sprache“, auch wenn sie verschiedene Sprachen sprechen.
  • Sie fördern die Bildung und Festigung von Netzwerken, lernen sich die Teilnehmer doch besser kennen.
  • Durch den Erfahrungsaustausch lernen die Teilnehmer unterschiedliche Mentalitäten und Strategien kennen, die ihnen in Zukunft mehr Flexibilität erlauben.

Auf der anderen Seite werden Argumente genannt, die gegen ein Training mit einer internationalen Gruppe zu sprechen scheinen: Zum einen die mangelnden Sprachkenntnisse und die damit verbundene Angst vor Überforderung. Zum anderen die kulturellen Unterschiede, die es scheinbar unmöglich machen, bestimmte Sachverhalte auf dieselbe Art und Weise zu behandeln. Diese Sorgen sind durchaus berechtigt. Sie können allerdings mit der richtigen Ausrichtung, Herangehensweise und Vorbereitung ausgeräumt werden. Und der Aufwand lohnt sich, betrachtet man die genannten Vorteile, von denen die Mitarbeiter und das ganze Unternehmen profitieren. Für das Gelingen eines Trainings mit einer kulturell gemischten Gruppe, deren Teilnehmer sich zudem auf unterschiedlichen Sprachniveaus befinden, ist die Auswahl des richtigen Trainers von entscheidender Bedeutung. Denn neben hervorragenden fachlichen Kompetenzen braucht ein internationaler Trainer eine große Portion sozialer Kompetenz und sollte bereits über Erfahrungen im Training mit ausländischen Teilnehmern verfügen. Hinzu kommt: Er sollte Muttersprachler sein bzw. die Sprache wie ein Muttersprachler beherrschen, um die unterschiedlichen Sprachniveaus erkennen und sich darauf einstellen zu können.

Die Sprache muss kein Hindernis sein

Englisch ist häufig die Geschäftssprache in international tätigen Firmen. In der Realität sieht es jedoch meistens so aus, dass in der jeweiligen Niederlassung die Ländersprache gesprochen wird und selbst Verkäufer überwiegend in ihrer Muttersprache verkaufen. Zum Glück sind die Englischkenntnisse der Mitarbeiter häufig besser, als sie selber vermuten. Trotzdem ist die regelmäßige Teilnahme an einem Englisch-Training, das die Mitarbeiter fit hält, um bei wichtigen internationalen Tagungen und Meetings nicht den Anschluss zu verlieren, immer empfehlenswert. Und dann sollte es kein Problem sein, Trainings mit international gemischten Gruppen durchzuführen. Damit sie erfolgreich verlaufen, ist zu berücksichtigen:

  • Ein erfahrener Trainer legt den Schwerpunkt auf die Kommunikation –
    damit ist nicht gemeint, eine Sprache perfekt zu sprechen, sondern sich verständlich zu machen und den anderen verstehen zu wollen. Dadurch ergeben sich automatisch positive Auswirkungen auf die Kommunikation in der Muttersprache.
  • Ein erfahrener Trainer wird den Teilnehmern, die noch unsicher im Umgang mit der Sprache sind, Gelegenheit geben, die Trainingsinhalte in einem Rollenspiel zunächst in einer kleinen Gruppe zu üben oder einen kurzen Vortrag vor wenigen Zuhörern zu halten. Dies erhöht die Selbstsicherheit und erleichtert den späteren Auftritt vor der gesamten Gruppe.
  • Ein erfahrener Trainer weiß, wie wichtig bei einem fremdsprachigen Training die Reflexion der eigenen Erkenntnisse und die Sammlung von Ideen für zukünftige Umsetzungsmöglichkeiten sind. Die Reflexion in einer Fremdsprache verstärkt das Verankern der Lerninhalte und sichert den Umsetzungserfolg.

Kulturelle Unterschiede sind überwindbar und bieten Chancen

Viele Menschen, die beruflich mit ausländischen Geschäftspartnern zu tun haben, sind für die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern und Kulturen sehr sensibel. Deshalb wird oft, ganz logisch, vermutet, dass es eher kontraproduktiv sei, in gemischten Gruppen zu trainieren, weil man erwartet, dass gerade diese Teilnehmer kulturelle Unterschiede als Hindernisse interpretieren. Andererseits sind wir alle täglich gezwungen, uns immer wieder auf die unterschiedlichsten Charaktere einzustellen. Und gerade diese Unterschiede (gleich, ob kulturell oder persönlich bedingt) können – werden sie geschickt ausgeglichen – zu einer wertvollen neuen Lernmöglichkeit und -erfahrung führen, wenn man zwei Aspekte beachtet:

  • Ein erfahrener Trainer wird Rollenspiele aussuchen, die neben den eigentlichen Trainingsinhalten den Umgang mit ganz unterschiedlichen Charakteren trainieren. Dann fällt es später leichter, sich auf kulturelle Eigenheiten einzustellen und gleichzeitig spontan und flexibel auf unterschiedliche Typen zu reagieren.
  • Ein erfahrener Trainer lässt Raum für individuelle Umsetzungen. Think global – act local: Das ist die Zauberformel vieler internationaler Unternehmen und bedeutet, dass alle einer Firmenstrategie folgen, die Umsetzung aber individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden muss. Der positive Lerneffekt ist: Die Teilnehmer erleben, wie die Kollegen bestimmte Techniken adaptieren, um mit ihrer Hilfe eigene Verkaufssituationen und Kundengespräche besser bewältigen zu können. Das ermutigt alle, einen eigenen Stil zu entwickeln und in schwierigen Situationen mehr Mut zu haben, etwas Neues auszuprobieren.

Fazit: Ihr Unternehmen, Ihre Kunden, Ihre Mitarbeiter – alle werden von einem Training mit einer international gemischten Gruppe profitieren!

Jens Seßler

Über Jens Seßler

Der gelernte Groß- und Einzelhandelskaufmann arbeitet seit über 15 Jahren für die INtem®-Gruppe, ist seit 2010 Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich Marketing und IT.  Der praxisorientierte IT-Fachmann hält die Webseite der INtem®-Gruppe stets mit aktuellen Informationen zu den umfangreichen Leistungen des Bildungsanbieters auf dem neuesten Stand.  Als Marketingexperte sorgt er dafür, dass die INtem®-Gruppe stets in aller Munde ist, einen erfolgsorientierten Außenauftritt an den Tag legt.  Zudem ist zuständig für das Thema Datenschutz und auch selbst „heiß auf ständige Weiterbildung“.  So hat er sich zum NLP-Master und Innovations-Coach fortgebildet.