Fachartikel > Chancen nutzen! Die beste Zeit für Ideen und Innovationen
Lesezeit: 4 Minuten

Chancen nutzen! Die beste Zeit für Ideen und Innovationen

Wie ist die aktuelle Stimmung in Ihrem Unternehmen? Eher ängstlich oder eher tatkräftig? Spüren Sie eher Angst, dass Ihr Unternehmen von der wirtschaftlichen Lage stärker betroffen sein wird, ist jetzt die beste Gelegenheit, um durch Innovationen und neue Ideen dagegenzuhalten.

Hier sind 4 Anregungen für Sie:

1. Längst fällige Umbrüche angehen

Bestimmt haben auch Sie schon lange Ideen im Hinterkopf oder auch Forderungen an die Geschäftsleitung, die niemals Wirklichkeit geworden sind – aus den verschiedensten Gründen: weil im Alltag keine Zeit war, die neue Idee umzusetzen … weil die Geschäftsleitung der Meinung war, dass die Neuerung nicht nötig war … weil die angedachte Neuerung bei den Mitarbeitern nicht gut angekommen ist … kurz: weil Menschen und Unternehmen gern auf dem Bestehenden beharren, solange alles gut läuft. Schwierige Zeiten sind die beste Phase, um genau diese Neuerungen und Umbrüche anzugehen und um Ihre neuen Ideen zu verwirklichen. Wenn auch Ihr Unternehmen und Ihre Verkaufsabteilung mit Umsatzrückgängen kämpft, haben Sie jetzt das entscheidende Argument dafür: Wer so weitermacht wie bisher, wird immer weniger verdienen. Das heißt für Sie: Holen Sie jetzt Ihre Ideen aus der Schublade oder dem Hinterkopf – und gehen Sie jetzt deren
Umsetzung an! Beispiel: Sie wollen schon seit Jahren ein System für professionelles Customer Relationship Management (CRM-System) für den zentralen Zugriff auf alle Kundendaten und die
Steuerung der Kontakte. Die Einführung ist bisher an Einwänden der Geschäftsführung gescheitert. Zeigen Sie jetzt, wie Sie mit einem solchen System zusätzliche Verkäufe erzielen, haben Sie bessere Chancen auf Einführung, weil Sie damit das Ruder für das Unternehmen herumreißen können.

2.Die Lähmung überwinden und Innovationen anstoßen

Manche Menschen – und damit ganze Unternehmen – reagieren mit Lähmung auf furchteinflößende Situationen. Dann macht das Unternehmen stur so weiter wie bisher und beharrt auf der Position: „Das haben wir immer so gemacht!“ Äußere Symptome: Das Unternehmen spart auf Biegen und Brechen, Budgets werden gestrichen, innovative Projekte gestoppt. Effekt: Das  Unternehmen bleibt bei schlechter Leistung stehen. Begegnen Sie in Ihrem Unternehmen dieser Negativspirale, zeigen Sie, welche Unternehmen jetzt glänzend dastehen und teilweise sogar bessere Geschäfte machen als in den Vorjahren: Es sind ausschließlich Unternehmen, die für konstante Innovationen bekannt sind.

Bestes Beispiel: Apple. Seit den 90er Jahren hat das Unternehmen mit dem Kompaktrechner iMac, dann mit MP3-Player iPod und dem Mobiltelefon iPhone eine revolutionäre Neuerung nach der anderen auf den Markt gebracht. Während 2015 beinahe alle Computer- und Unterhaltungshersteller mit empfindlichen Einbrüchen zu kämpfen haben, steht Apple glänzend da, und die ganze Welt giert schon nach den nächsten Neuerungen, die Apple zur Marktreife bringt. Das heißt für Sie: Die Produktentwicklung liegt wahrscheinlich nicht in Ihren Händen als Verkaufsleiter – aber trotzdem: Machen Sie Ihren Einfluss geltend, damit Innovation in Ihrem Unternehmen den richtigen Stellenwert bekommt. Fördern Sie in Ihrem Team – gerade jetzt – innovative Ideen im Verkauf. Probieren Sie jetzt aus, welche Verkaufs-Ideen und -Aktionen funktionieren. Ihr Motto: Nicht jede neue Idee wird zu einem Erfolg. Aber jeder Erfolg war einmal eine neue Idee!

Gestalten Sie Ihre eigene Akademie

Wir unterstützen kompetent und praxisnah
die Akademie- oder Schulungsabteilungen in Unternehmen.

3. Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen stärken

In schwierigen Zeiten und Krisen gibt es in Unternehmen immer auch eine Entwicklung, die einfach nur positiv bewertet werden kann: Hierarchiedenken, Animositäten, schädliche Konkurrenz
zwischen Mitarbeitern und Abteilungen treten in den Hintergrund. Angesichts der Schwierigkeiten „rücken alle näher zusammen“. Es entsteht ein Bewusstsein, dass man es nur gemeinsam schaffen kann. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit steigt. Nutzen Sie diesen Effekt! Regen Sie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen an, um gemeinsam schlagkräftigere Produkte, Angebote oder Services für Ihre Kunden zu entwickeln. Hier 2 Beispiele:

  • Marketing: Die Marketing- und Werbeabteilungen sind von Etatkürzungen derzeit am empfindlichsten betroffen. Oft wird jetzt erstmals die Effektivität von Werbematerial, Anzeigen, Prospekten etc. hinterfragt. Suchen Sie deshalb jetzt die enge Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung. Sie selbst wissen genau, welche Werbung bzw. Information beim Kunden gut ankommt und was Ihnen dabei hilft, mehr zu verkaufen. Planen Sie ab sofort Kampagnen und Aktionen gemeinsam, damit die Werbung Ihre Verkaufsaktivitäten optimal unterstützt.
  • Produktentwicklung: Bieten Sie verstärkt an, Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen aus dem Verkauf in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Sie und Ihre Mitarbeiter im Verkauf stehen im engsten Kontakt mit dem Kunden, und Sie wissen, was ihm wichtig ist und was nicht. Ihre Anregungen werden jetzt wahrscheinlich eher aufgegriffen und ernster genommen als in guten Zeiten, in denen sich – überspitzt ausgedrückt – noch alles verkaufen ließ.

4. Freie Kapazitäten nutzen

Haben Sie in Ihrer Abteilung oder in Ihrem Team tatsächlich bereits Leerlauf oder ein niedrigeres Tempo, weil weniger Aufträge kommen oder weniger Kunden betreut werden müssen – nutzen
Sie die ruhigere Zeit! Beispiele:

  • Installieren Sie in Ihrer Abteilung eine Arbeitsgruppe Innovation, die Ideen für Verkaufsaktionen entwickelt.
  • Nutzen Sie möglicherweise freie Kapazitäten, um Ihre Mitarbeiter trainieren und coachen zu lassen. Denn jetzt sind bessere Verkaufsfähigkeiten gefragter denn je.

Extra-Tipp

Die 2 gefährlichsten Fehler in schwierigen Zeiten

  • Lähmung und Beharren auf dem Althergebrachten: Beides führt zu einer Negativspirale.Die alten Verhaltensweisen haben in die Krise geführt.Wer an ihnen festhält, kann nur tiefer  hineinrutschen.
  • Wilder Aktionismus: Auch wenn ich in diesem Beitrag Anregungen für Aktivitäten und Innovationen gebe – hüten Sie sich gleichzeitig vor unkontrolliertem Aktionismus! Innovation heißt immer auch Investition. Gehen Sie deshalb zwar energisch, aber planvoll die Innovationen an, die den meisten Erfolg versprechen. „Sicher, die Wirtschaftslage ist schlecht. Aber das ist eine gute Zeit für Innovatoren.Und sie wird die Innovatoren dazu zwingen,weniger Geld zu verschwenden“, so Clayton M.Christensen, Professor an der Harvard Business School, in einem Interview des Wall Street Journal.
helmut_divider
Ihr Ansprechpartner
Helmut Seßler
Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann schreiben Sie mir doch einfach. Oder haben Sie vielleicht auch häufiger das Gefühl, dass Ihre Leute in Wirklichkeit mehr verkaufen könnten, als Sie es heute tun?
Dann sollten Sie möglichst bald einen Termin mit uns vereinbaren. Wir sorgen dafür Ihre Vertriebspotenziale zu optimieren.
Helmut Seßler

Über Helmut Seßler

Helmut Seßler ist Gründer und Geschäftsführer der INtem®-Gruppe. Er hat mit dem INtem®-Team drei Deutsche Trainingspreise, einen Weiterbildungsinnovationspreis, 11 Internationale Deutsche Trainingspreise, 3 Europäische Preise für Training, Beratung und Coaching gewonnen und den Human Ressource Excellence Award erhalten. Zudem ist er Autor zahlreicher Fachartikel und hat mehrere Bücher zu den Themen Beziehungsmanagement, Verkauf und Führung geschrieben. Seine Aufgaben sind die Aus- und Weiterbildung der INtem Trainer. Weiterhin entwickelt er neuste Trainings wie z.B.: das INtem®-Limbic®-Sales Training >Emotionales Verkaufen und das Achtsamkeitstraining. Als NLP-Lehrtrainer, NLP Lehrcoach und MBA setzt er die wissenschaftlichen Erkenntnisse in praxisorientierte Intervalltrainings um.